Naturpark Schlaubetal

Das ehemalige Ackerbürgerstädtchen Müllrose, gelegen zwischen drei Seen, nennt sich stolz Tor zum Schlaubetal. Die hübsche Altstadt mit Marktplatz, Kirche und imposantem Mühlengebäude sowie die Promenade mit Blick über den Großen Müllroser See lädt zum Bummeln und Entspannen ein. Im Naturparkhaus gleich neben der Schlaubetal-Information im Kietz gibt die multimediale Ausstellung Einblicke in die vielfältigen, von der Eiszeit geprägten Landschaften des Naturparks Schlaubetal mit plätschernden Flüsschen, glitzernden Seen, ausgedehnten Mischwäldern, weiten Wiesen, dunklen Moore und im Spätsommer lila blühender Heide, die Rückzugsorte für viele seltene Tiere und Pflanzen sind. 

Hier Tipps für Aktivitäten im Naturpark Schlaubetal: 

Der Friedrich-Wilhelm Kanal

Der Friedrich-Wilhelm-Kanal teilt den Ort in Unter- und Oberlindow und ist sozusagen das Kronjuwel der Gemeinde. 1668 durch den brandenburgischen Kurfürsten Friedrich-Wilhelm in Betrieb genommen verband er die Spree mit der Oder.
Ende des des 19. Jahrhunderts wurde der Friedrich-Wilhelm-Kanal wegen des gewachsenen Schiffverkehrs und der vielen Schleusen unwirtschaftlich und durch den neuen Oder-Spree-Kanal ersetzt.
Heute ist der Kanalabschnitt zwischen dem Ortsteil Schlaubehammer und Brieskow-Finkenheerd ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Schleusen wurden zum Kriegsende 1945 zerstört.
Damit ist Bootsverkehr nur zwischen ihnen möglich.

Ein besonderes Erlebnis ist zweifellos die Fahrt mit dem Treidelkahn.
Sie führt in ca. 90 Minuten zwischen der Anlegestelle in der Ortsmitte zum Ortsteil Weißenspring und zurück.

Der Katjasee

Die „Katja“ ist aus einem ehemaligen Braunkohletagebau entstanden. Im Gegensatz zum mit dem Katjasee direkt verbundenen Helenesee ist er touristisch unerschlossen.
Sein glasklares Wasser und idyllische kleine Strände ziehen im Sommer viele Badegäste an.
Mit dem Rad (10 min) oder zu Fuß (30 min) ist er schnell erreichbar.

Der Köhlerplatz

Der Kienstubbenverein hat die Fläche des alten Hafenbeckens zu einem attraktiven Festplatz umgestaltet. Das Hafenbecken ist seit Jahrzehnten verfüllt.
Es diente in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts dem Transport von Briketts aus der nahe gelegenen Brikettfabrik sowie Grubenholz für den Kohleabbau unter Tage.

Der Verein pflegt mit großem Engagement die in unserer Gegend verbreitete Tradition der Köhlerei (Herstellung von Holzkohle) und erinnert an die Zeit als die arme Landbevölkerung in ihrer Not illegal Kienstubben rodete. Das gut brennbare Holz wurde zu handlichen Spänen verarbeitet und von den Frauen auf den Märkten verkauft.

Am 1. Mai (Backofenfest) und am 3. Oktober (Köhlerfest) (fast) jeden Jahres organisiert der Kienstubbenverein große Volksfeste auf dem Platz, die Besucher von nah und fern anziehen.

Preußisch-sächsischer Grenzposten

Kaum zu glauben, aber unser Grundstück war bis 1815 nur knapp 300 m Luftlinie von Sachsen entfernt! Weil Sachsen in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 auf der Seite Napoleons und damit letztendlich auf der Verliererseite stand, verlor es auf dem Wiener Kongress 58 % seiner Landfläche Die Grenze zu Sachsen rückte weit nach Süden.
Der nachgebaute historische Grenzposten mit einer Infotafel ist mit dem Fahrrad in weniger als 10 km zu erreichen.